Brettspiele für Erwachsene: Warum Sie ab 30 wieder Brettspiele spielen sollten und wie Sie das perfekte Spiel für Gruppen finden

von Rolf Schreiber

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Für Gruppen von vier bis sechs Personen empfiehlt sich „Die Siedler von Catan“. Ein deutsches Kultspiel, erfunden 1995 und immer noch ein Bestseller. Man baut Straßen und Siedlungen auf einer Insel und handelt mit Ressourcen (Holz, Ziegel, Wolle). Das Zufallselement – ​​Würfelwürfe – macht das Spiel auch für Anfänger zugänglich, und der Handel zwischen den Spielern sorgt für soziale Interaktion. Aber seid gewarnt: Eine Partie kann sich schon mal anderthalb Stunden hinziehen, und am Ende werfen sich selbst die friedlichsten Freunde gegenseitig vor, die Erzpreise unfair angesetzt zu haben. In Deutschland spielt gefühlt jede zweite Familie Catan, und es gibt Hunderte von Erweiterungen.

Für Detektivfans gibt es Mysterium. In diesem kooperativen Spiel schlüpft ein Spieler in die Rolle eines stummen Geistes, die anderen in die von Medien. Der Geist gibt ihnen Karten mit geisterhaften Bildern (z. B. einer brennenden Kerze, einer Spinne, einer Uhr), die Hinweise auf den Mörder, den Tatort und die Tatwaffe geben sollen. Keine Worte – nur Assoziationen. Das Spiel nutzt die Intuition auf geniale Weise und lässt einen oft ausrufen: „Ah, deshalb hast du mir die Fischkarte gegeben – weil der Mörder ein Taucher ist!“ Der deutsche Verlag Pegasus Spiele bietet eine lokalisierte Version mit hochwertigen Spielmaterialien an.

Habt keine Angst vor kooperativen Spielen, bei denen alle Spieler gegen das Spiel selbst arbeiten. „Pandemic“ ist ein Klassiker: Man ist ein Team von Wissenschaftlern, die vier tödliche Viren bekämpfen müssen. Macht ein Spieler einen Fehler, verlieren alle. Das Spiel lehrt, Entscheidungen zu besprechen, Aufgaben zu verteilen und kollektive Verantwortung zu übernehmen. Es ist ideal für deutsche Unternehmen, die Wert auf Planung und Effizienz legen. Nur zur Warnung: Man verliert wahrscheinlich beim ersten Mal. Und das ist völlig in Ordnung – bei kooperativen Spielen ist der Weg wichtiger als der Sieg.

Für Partys mit Alkohol und etwas Lärm empfehlen sich „Activity“ oder „Top Ten“. Bei „Activity“ erklärt man Wörter mit Zeichnungen, Pantomime oder Synonymen. Die deutsche Version von „Activity“ enthält lokale Redewendungen (wie „Treppenwitz“ oder „Ohrwurm“) und sorgt so für ein besonderes Flair. „Top Ten“ ist ein neueres Spiel deutscher Entwickler: Der Spielleiter liest eine Frage vor, zum Beispiel: „Nenne zehn Dinge, die du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest.“ Die Spieler schreiben die Antworten heimlich auf und versuchen dann, die beliebteste Antwort in der Gruppe zu erraten. Ideal, um neue Leute kennenzulernen – Sie werden sofort herausfinden, wer gerne liest und wer sein Handy-Ladegerät dabei hat.

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